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Chancengleichheit für introvertierte Schüler

 

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Mündliche Note
 
Was ist eigentlich die „mündliche Note“?
Der Begriff mündliche Note ist im Grunde irreführend, weil damit meistens nur die rein mündliche Mitarbeit assoziiert wird. Die mündliche Note setzt sich aber aus viel mehr Kriterien zusammen!
 
Die meisten Bundesländer haben im Internet (Kultusministerium) ihre Schulgesetze und Verordnungen veröffentlicht. Dazu gehören auch Kriterien für die Notengebung.
 
Eine Übersicht über die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und eine Lehrplan-Datenbank finden Sie unter folgender Adresse: Übersicht Lehrpläne: Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) - optional hier
 
Beispiel Schleswig-Holstein:
 
Die Zeugnisnote wird aus schriftlicher und mündlicher Note ermittelt.
Die schriftliche Note wird aus den Zensuren der Klassenarbeiten/Klausuren gebildet.
Die mündliche Note wird aus den Unterrichtsbeiträgen gebildet.
 
Das prozentuale Verhältnis in der Bewertung von Klassenarbeiten und Unterrichtsbeiträgen - also zwischen schriftlicher und mündlicher Note - ist nicht konkret vorgeschrieben und wird von Lehrern unterschiedlich gehandhabt, in der Regel zwischen 40/60 bis 20/80.
 
Die Unterrichtsbeiträge umfassen alle Leistungen, die nicht Klassenarbeiten sind!!
 
Die Unterrichtsbeiträge sollen höher gewichtet werden, weil sie mehr zu einem umfassenden Leistungsbild eines Schülers beitragen als die meist wenigen Klassenarbeiten.
Die zu bewertenden Kriterien der Unterrichtsbeiträge sind in den Lehrplänen der einzelnen Fächer aufgeführt und können z.B. sein:
 
Hausaufgaben
Vokabeltests
Lesetagebücher
Arbeitsblätter
Projektarbeiten
Partnerarbeit
Gruppenarbeit
schriftliche Überprüfungen (Tests)
Referate (in schriftlicher Form oder mündlicher Vortrag)
Medien-Präsentationen
Beiträge in Unterrichts- und Gruppengesprächen
praktische Beiträge
 
Die Auswahl und Gewichtung der Kriterien nehmen Lehrkräfte nach fachlichem und pädagogischem Ermessen in eigener Verantwortung vor. Das Schulgesetz lässt ihnen hier einen breiten Ermessensspielraum.
 
Die mündliche Mitarbeit ist eines von vielen Kriterien, die zur Ermittlung der mündlichen Note herangezogen werden können.
Je mehr Kriterien bewertet werden, desto umfassender ist auch das Leistungsbild eines Schülers.
 
Es gibt demnach keinen Grund, warum stille Schüler in der Gesamtnote schlechter gestellt werden müssten als ihre Mitschüler.
 
 
Transparenz
Die Notengebung soll transparent und nachvollziehbar sein, es  ist aber nicht vorgeschrieben, die Noten in der Klasse öffentlich bekannt zu geben.
Bei Differenzen zwischen schriftlicher und mündlicher Leistung sind Schüler und Eltern berechtigt, sich die Gründe erklären zu lassen. Es reicht nicht aus, wenn eine Lehrkraft sagt, der Schüler melde sich zu wenig, denn in die mündliche Note fließen auch viele andere Unterrichtsbeiträge ein - siehe Kriterien Unterrichtsbeiträge.
Gründe für Noten sind auch in Protokollen von Versetzungskonferenzen festgeschrieben und können im Konfliktfall eingesehen werden.
 

 

Dreimasterblume / Tradescantia

 

 

 
Man kann nur gleiches miteinander vergleichen und wenn etwas oder jemand anders ist, muss man andere Maßstäbe anlegen.
(anonym)